Neustart wichtiger Systemdienste über das Terminal

Manchmal ärgert man sich über den drehenden “Beachball” auf einem Mac OS X System, weil einer der wichtigen Systemdienste hängt. Im Grunde gibt es 4 Verdächtige (Finder, Dock, Spaces und Menuleiste) die man gerne ab und an mal neu starten möchte ohne den Rechner gleich neu booten zu wollen. Mittels Terminal kann man jedem Dienst unter OS X zu Leibe rücken.

Einen hängenden Finder startet mittels

neu.

(Eine weitere Möglichkeit den Finder neu zu starten ist mit gedrückter Optionstaste (=alt) + rechten Maustaste auf das Finder Icon im Dock. Dort Neustart auswählen und das wars dann auch schon. Leider funktioniert das nicht immer.)

Wenn das Dock nicht mehr reagiert, kann man ihm mit folgendem Befehl auf die Sprünge helfen:

Spaces wird ebenfalls mit diesem Befehl neugestartet:

Wenn die Menuleiste nicht ehr reagiert (auch bei Spotlight):

Diese Befehle bewirken immer das gleiche, das der zuständige Dienst sofort beendet wird. OS X startet diesen Dienst aber sofort neu und man kann den “hänger” somit ohne Datenverlust umgehen.

Doppelter Eintrag im “öffnen mit” Dialog

Wer jahrelang ohne Neuinstallation OSX verwendet (ein update folgt dem nächsten) kennt bestimmt das Problem der doppelten Einträge im “öffnen mit Dialog.

Beunruhigen sollten solche Dubletten nicht – aber dem verwöhntem Mac-User sind sie ein Dorn im Auge. Die Frage ist nun wie bereinigt man diese Einträge ? Durch etwas Recherche bin ich auf eine Lösung von Fabian gestoßen. Natürlich muss man dazu wieder einmal das Terminal (Programme/Dienstprogramme/Terminal.app) benutzen:

Der Befehl bewirkt ein Neueinlesen aller Dateizuordnungen. Bei umfangreichen OSX-Installationen mit schon etwas betagteren Macs kann der Befehl schon einige Zeit benötigen. Danach sollte aber der “öffnen mit” Dialog wieder sauber sein und kein einziger doppelter Eintrag zu finden sein

Finder: 100% CPU Auslastung ?

Ja richtig gelesen. Ich stand kürzlich vor dem Problem. Der Rechner blieb praktisch stehen. Also mal die Kennzeichen kurz analysiert – Speicher war genügend frei, restart meiner TotalFinder.app half auch nicht. Mit einem weiteren Account probiert ob das Verhalten reproduzierbar ist – nein, da lief alles einwandfrei. Also zu dem allgemeinen Heilmittel unter OSX gegriffen wenn sich ein Programm nicht mehr so benehmen wie sie sollen und deren Einstellungsdatei gelöscht:

Der erste Terminalbefehl löscht die Einstellungsdatei des Finders und der zweite startet ihn neu. Dieser erstellt natürlich eine neue Datei. Danach lief wieder alles bestens. Einziges Problem: Alle Einstellungen müssen noch einmal gemacht werden inkl. derer von TotalFinder (Registrierung usw).

So nun lief eigentlich alles wieder normal, der Finder bewegte sich wieder im einstelligen Prozentbereich. Nachdem ich den Rechner nach einer Stunde Pause wieder bedienen wollte, merkte ich das der Finder wieder zwischen 99% und 110% CPU Leistung benötigte. Nachdem TotalFinder schon in älteren Versionen immer wieder mit solchen Problemen kämpfen mußte, drehte ich ihm kurzerhand den Saft ab und deinstallierte ihn. Danach war erstmal Ruhe.

Leider hab ich mich an die Tabs und einige andere Funktionen sehr gewöhnt und wollte nicht darauf verzichten. Es mußte also eine Alternative her – Pathfinder ? groß mächtig, aber irgendwie nicht so schön integriert wie der Finder selbst. Forklift ist schmaler und schneller, kämpft aber auch mit dem Integrationsproblem. Seit einiger Zeit gibt es aber eine TotaFinder alternative die die Features ebenfalls abbildet und sogar ein paar mehr. XtraFinder ist der Name, der Betastatus erweckt allerdings nicht gerade Vertrauen – jedoch schlimmer als beim Totalfinder kanns ja fast nicht werden. Also die Applikattion geladen und installiert. Bis jetzt (48h später) weder Abstürze noch sonst irgendwelche Probleme. Der schöne Nebeneffekt ist das die Software kostenlos ist.

Ich werde dieser neuen Arbeitsumgebung die nächsten Tage einen “Streßtest” unterziehen um zu sehen, ob es genauso produktiv ist wie die vorhergehende.